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Das Draa-Tal - ein wissenschaftlicher
Beitrag
Als
während der letzen Eiszeit die Sahara noch eine besiedelte
Steppenlandschat war, fanden sich in den unzähligen Seen
und Flußläufen auch eine Menge Fische. Eine damals
vorkommenden Barschpopulation hat sich mit der Austrocknung
ihres Lebensraums in die letzten noch verbliebenen Wasserläufe
an den Rand der Sahara zurückgezogen und in jedem dieser
nun isolierten Ökosysteme eine eigene Unterart entwickelt.
Man findet heute eigene Spezies von Mali über den Sudan
und Syrien bis Marokko. Und dort eben auch im Draa-Tal. Für
Forschungszwecke der Zoologischen Staatssammlung in München
haben wir den Auftrag, genau diese Barsche zu fangen und als
Probe einige Exemplare in Formalin eingelegt mit nach Hause
zu nehmen, vorher aber noch jeweils eine Flosse für genetische
Untersuchungen in Alkohol einzulegen und alles wissenschaftlich
zu dokumentieren. Und das bei den hygienischen Bedingungen
einer Radtour in der Sahara - ein Auftrag, den wir erfolgreich
ausführen.
Zu
den höchsten Dünen Marokkos
Der
Erg Chebbi, die höchsten Dünen Marokkos sollen unser
östlicher Wendepunkt werden. Sahara-Bilderbuchlandschaft
finden wir bei unserer ausgedehnten Wanderung durch das Dünengebiet.
Im nahegelegenenen Khamlia lauschen wir den afrikanischen
Klängen der Musik der Knaur - ehemaliger Sklaven, die
auch heute noch eine Randgruppe in der marokkanischen Gesellschaft
darstellen. |
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Die
Pisten und Schluchten im Hohen Atlas
Nach
einer Fahrt durch die spektakuläre Todra-Schlucht erreichen
wir das kleine Bergdorf Tamtatouchte. Jetzt wird es aber erst
richtig interessant. Ein Traum für jeden Mountainbiker
sind die Pisten, die sich über schräge Felsplatten
in ungeahnter Steigung bis über 2.600 Meter hoch durch
die kahlen Berge des Hohen Atlas winden. Immer wieder treffen
wir auf Nomaden, die hier in dieser kargen Landschaft mit
ihren Ziegen ihr Dasein fristen und uns so manchen Ratschlag
geben, den wir leider nicht verstehen. Nach dem fotogenen
Valle-Rose geht es über eine kleine, neu gebaute Strasse
zu einem weiteren Naturphänomen. Bei Imi n´Ifri
hat sich ein Fluß einige Meter unter dem Gestein hindurchgegraben
und so eine Naturbrücke mit einem eigenen Biotop geschaffen,
das sich durch eine hohe Luftfeuchtigkeit sowie unzählige
Fledermäuse und Mauersegler von der umgebenden Landschaft
abhebt. Vorbei an Marrakech geht es über den berüchtigten
2.100 Meter hohen Tizi n´Test wieder zurück zu
unserem Ausgangspunkt Agadir.
Auf
Papas Spuren - ein anderes Bild von Marokko
Inspiriert
von Eindrücken dieses kinderreichen Landes habe ich zusammen
mit meinem zweijährigen Sohn ohne Fahrrad Marokko einen
weiteren Besuch abgestattet. Sehen sie zum Abschluss Bilder
zu den Geschehnissen dieser Reise untermalt mit den mitgeschnittenen
unverblümt direkten Kommentaren eines Kleinkindes, die
die so manch erheiternde Stellungnahme bieten.
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