|
Marokko - Vielfalt am Rande der Wüste
Auf
der letzten Reise lernen wir das abwechlungsreichste Saharaland
kennen. Marokko bietet neben hohen Sanddünen auch Berge
bis über 4.000 Meter und im Norden eine mediterane Landschaft.
Das Land präsentiert sich modern, ist gut erreichbar
und verfügt über eine gute Infrastruktur, was es
dem Reiseradler leicht macht, seine Tagesetappen zu planen.
Marokko zeigt sich zudem als ideales Mountainbikerevier.
Pässe
und Schluchten im Anti-Atlas
Der
südwestliche Höhenzug des Anti-Atlas gehört
geographisch zu Afrika, während das nördliche Marokko
der Europäischen Kontinentalplatte zuzuordnen ist. Daher
zeigen sich die Berge aus Urgestein in einem völlig anderen
Bild. Über mehrere Pässe geht es zur Bergoase Tafraoute.
Abseits des Tourismus erreichen wir über einen weiteren
Pass das traumhafte Mansour-Tal, welches sich als tief eingeschnittener
Canyon mit dichten Palmenwäldern zwischen roten Felswänden
präsentiert. Nach dem Ende der Strasse suchen wir uns
den Weg über üble Pisten weiter nach Süden.
Vorbei an der Akka-Goldmine finden wir eine Querverbindung
zur nächsten Strasse, über die bei der Planung nur
spekuliert werden konnte.
|
|
Die
Oasen des Südens Auf
inzwischen hervorragend ausgebauter Strecke geht es über
die Oasenstadt Tata und einen bei Tissint an die Oberfläche
drückenden unterirdischen Fluß weiter bis Foum-Zguid.
Unser Versuch, die südliche Piste über den ausgetrockneten
Lac Iriki nach Osten zu nehmen scheitert an der schlechten
Pistenqualität. Aber auch die direkte Route nach Zagora
ist alles andere als eine Autobahn.
Die
Nomaden der Wüste
Wir
lernen die Kultur der nomadischen Berber kennen. Auch heute
noch leben viele Familien in ihren Zelten und Ziegen in der
Wüste. Interessant ist für uns vor allem der alltägliche
Lebensrhythmus. Wir sind unterwegs, um die Ziegen zu tränken,
teilen das Essen mit der Familie und fühlen uns eingebunden
in das Leben im Nomadenzelt - auch ohne die Sprache der Menschen
zu verstehen. Unserem Interesse am Lehmbackofen und am Webstuhl,
der den zentralen Stützpfeiler des Nomadenzelts bildet
steht ein ungläubiges Staunen über unsere moderne
Leichtgewichtsausrüstung gegenüber. Beachtlich ist
auch der Umgang der Menschen miteinander auf für unsere
Verhältnisse ungemütlich engem Raum sowie die Geschicklichkeit
und Selbständigkeit, mit der schon kleine Kinder ihre Rolle
in der kleinen Gesellschaft einnehmen.
|