|
die Berge der Wüste
Ich erreiche die Oase Illizi. Endlich
trete ich nicht mehr gegen den Wind in die unendliche Weite.
Hügel aus schwarzem Geröll und Kurven, nichts als
Kurven stellen sich mir auf der Strecke über das Plateau
Fadnoun in den Weg. Nach den starken Regenfällen der
letzten Tage strömen Bäche über die Strasse.
Jede Nacht verbringe ich an einem Tümpel und die Strasse
ist gesäumt von Blumen. Ganz selbstverständlich
bin ich Gast bei einer Gruppe LKW-Fahrer, die an einer Akazie
ihr Nachtlager aufgeschlagen haben.
unsichtbare
Gefahr
Das Radfahren macht mir Spass. Das Klima ist
angenehm und ich werde von vorbeifahrenden Autofahrern gerne
mit frischem Obst versorgt. Ich habe mich auf keiner Reise
so willkommen und auch so sicher gefühlt. Am Tin-Taradjelli-Pass
treffe ich auf eine Gruppe gut gelaunter Motorradfahrer. Erst
nach meiner Rückkehr stellt sich heraus, dass ihre Entführung
durch islamische |
|
Fundamentalisten
der Anfang einer Serie mit insgesamt 32 meist deutschen Touristen
ist. Ich beleuchte die Hintergründe der Geschehnisse
und stelle auch die Frage nach der Gefährlichkeit und
dem Sinn des Abenteuer-tourismus, zu dem ich ja auch meinen
Teil beitrage.
Djanet
- Perle der Oasen im Tassili
Endlich
erreiche ich Djanet mit seiner traumhaften Tallage in den
Bergen des Tassili. Ein Ausflug führt mich zu steinzeitlichen
Felsmalereien, bevor ich noch eine einsame Piste in Richtung
libyscher Grenze fahre. Ich weiss von einer alten Strasse,
die über die Berge führt. Da sie im unteren Teil
fortgespült wurde, ist das gut erhaltene Asphaltband
nicht mehr mit dem Auto zu erreichen. 15 km schiebe ich durch
den weichen Sand und ein Stück durch die Felsen trage
ich mein Rad und befinde mich vermutlich auf einer der einsamsten
Strecken der Sahara. Zahlreiche Fussspuren zeigen aber den
regen Menschenhandel auf dieser grenzüberschreitenden
Route. Von Djanet fliege ich schliesslich nach Hause.
|