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das grösste Höhlensystem der Welt
und die grösste Höhlenkammer, die Millionen von
Fledermäusen Lebensraum bietet. Einen ganzen Tag klettern
wir mit einem ortskundigen Führer durch das verzweigte
Labyrinth, bevor wir über einen unterirdischen Flusslauf
wieder ans Tageslicht gelangen. Aussen am Berg geht es hinauf
zu den Pinnacles, verwitterten bis zu 50 m hohen Kalkfelsnadeln.
über
den Gunung Mulu
Der
Weiterweg ins Landesinnere soll zu Fuss zurückgelegt
werden. Es geht hinauf auf den höchsten Gipfel der Region,
den 2340 m hohen Gunung Mulu. Doch an ein Weiterkommen durch
den undurchdringlichen Regenwald auf der anderen Seite ist
nicht zu denken. Die einzigen, die mir helfen können,
seien die Penan, sagt man mir.
die
Nomaden des Waldes
Von
den etwa 10.000 Penan leben heute noch etwa 200 in ihrer ursprünglichen
Lebensform als Nomaden im Regenwald. Wir machen zwei junge
Männer ausfindig, die sich bereit erklären, uns
zu ihren Familien in den Bergen
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und weiter ins
Landesinnere zu führen. Keine andere Volksgruppe Borneos
kann den Wald so gut lesen wie die Penan. Es ist faszinierend,
mit diesen scheuen Waldbewohnern unterwegs zu sein. Die Geschwindigkeit
und Geschicklichkeit sich im Wald zu bewegen und mit dem Blasrohr
und Giftpfeilen zu jagen beeindruckt uns. Langsam tauen unsere
Begleiter auf und machen ihre Spässe über unsere
Tollpatschigkeit. Dabei halten wir uns inzwischen für
geübt.
Leben
im Regenwald
Nach zwei Tagen erreichen wir eine erste Siedlung.
Kaum sichtbar passt sich die aus Ästen und Palmblättern
gebaute Lagerstätte dem Wald an. Wir teilen unsere Nahrung
mit den Penan und machen eine kulinarische Erfahrung - Sago.
Diese geschmacklose Pampe wird aus dem Mark der Sagopalme
hergestellt. Ihr vorkommen bestimmt die Wanderungen der Penan.
Dazu gibt es verschiedenes Gemüse aus dem Regenwald und
geräuchertes Wildschwein, dem wichtigsten Fleischlieferanten
aller Völker im Inneren Borneos.
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