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Endlich Urlaub!

Ab ins Flugzeug und ganz weit weg. Entspannen, abschalten, den Alltag hinter sich lassen. Aber warum eigentlich ganz weit weg? Warum nicht einmal zu Hause bleiben? Nicht erst nach der Rückkehr feststellen, in welchem Kulturkreis man sich die letzten Wochen aufgehalten hat.

Die Alpen, unser grandioser, perfekt erschlossener Erholungspark, liegen doch direkt vor unserer Tür. Nach vielen Fernreisen hatte ich mich im Jahr 2001 entschlossen, das Abenteuer in Sichtweite zu suchen. Nicht nur schnell mit dem Auto über den Brenner, einen Berg besteigen, eine Nacht auf der Hütte verbringen, um am Montag wieder meiner Arbeit nachzugehen. Nein, ich wollte von zu Hause weggehen, um erst dort wieder aufzuhören, wo die letzten Falten der Erdkruste kurz vor Mailand in die Po-Ebene eintauchen.

Als mich nach wenigen Tagen ein massiver vorzeitiger Wintereinbruch hinunter in die Täler zwingt, breche ich die Tour ab. Unser mitteleuropäisches Klima kann einem die beste Urlaubsplanung zunichte machen.

Im darauffolgenden Jahr starte ich einen zweiten Versuch. Wesentlich früher im Jahr muss ich zwar mit starken Gewittern rechnen, geniesse aber auch die Vorteile, dass die meissten Hütten in den Zentralalpen noch geschlossen haben, die Bergwiesen oft ein einziges Blütenmeer und noch kaum Wanderer anzutreffen sind.

Soviel Pech ich mit dem Wetter im Vorjahr hatte, soviel Glück habe ich dann beim zweiten Versuch. Insgesamt 35.000 Höhenmeter kommen auf der 475 Kilometer langen Route zusammen.

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